Regionalbischöfin Gisela Bornowski hat das Dinkelsbühler Festspiel „Kinderzeche“ besucht. Als Ehrengast der Stadt wohnte sie der theaterstückähnlichen Aufführung und dem historischen Umzug bei. Vor dem Oberbürgermeister, den anderen Ehrengästen und den Festspielern bedankte sie sich für die bewegende Darbietung, die sie sehr beeindruckt habe. Bornowski sagte in ihrer Rede: „Das Festspiel macht deutlich, wie sich Menschlichkeit und Nächstenliebe auch in schwierigen Situationen durchsetzen können. Das Fest der Kinderzeche gibt mir Hoffnung, dass auch in Krisen und Konflikten der heutigen Zeit Menschlichkeit, Versöhnung und Zusammenhalt möglich sind.“
Das jährliche Dinkelsbühler Festspiel „Kinderzeche“ setzt ein halblegendarisches Ereignis des Jahres 1632 farbenfroh in Szene. Während der Belagerung Dinkelsbühls im Dreißigjährigen Krieg setzt sich die Menschlichkeit gleich zweimal durch: Zunächst entschließen sich Bürgermeister und Ratsherren für die Kapitulation, um – auf die Gnade des Feindes hoffend – das Leben der Bevölkerung zu retten. Am Ende zeigt sich der Feind von seiner menschlichen Seite, indem er – gerührt durch das Auftreten der Kinder – die Stadt und ihre Bewohner verschont. Die Festspieler antworten darauf, indem sie den Choral „Nun danket alle Gott“ singen.
Bornowskis Besuch im Festspiel hatte auch eine persönliche Note. Ihr Theologischer Referent im Ansbacher Büro, Kirchenrat Dr. Gerhard Gronauer, ist Darsteller des Dritten Bürgermeisters.
